Freitag, 8. Juni 2012

Trick 17: Hühnersuppe mit Mie-Nudeln, Pilzen, dreierlei Babykarotten

Der gute alte Trick „wer Spinat ist, wird so stark wie Poppey“ funktioniert fast immer bei kleinen Kindern, zu mindest dass ein paar Löffel des grünen Zeugs runtergewürgt wird. Bei Erwachsenen ist das leider nicht anwendbar, so muss ich mir immer wieder neue Wege zu Recht legen, damit meine Suppe gegessen wird. Da passte es gut, dass mich mein Ömchen angerufen hat und mich gefragt hat, ob ich ein paar Biosuppenhühnerkeulen haben möchte. Was wäre die Welt ohne unsere Ömchens? Mein Oma sagt auch immer, wenn du krank bist musst ein Supperl essen, dann wirst du wieder gesund. Tatsächlich, sonntags (nach einem anstrengenden Samstagabend) noch schnell die letzten Kräfte mobilisiert und zur Oma auf eine klare Hühnersuppe und siehe da, am Nachmittag war ich wieder fit. Seien wir mal ehrlich es gibt wirklich fast nichts besseres als eine selbstgemachte Hühnersuppe, die langsam dahinköchelt und den Duft im ganzen Haus verbreitet. Und nicht nur das Suppenkochen hab ich von meinem Ömchen vererbt bekommen auch die Liebe zum Garten und zum selbstaufgezogenen Gemüse, deshalb bin ich heute stolz meine ersten kleinen Babykarotten für die Suppe zu ernten dürfen.

Zubereitung für 6-8 Personen:

4 Hühnerkeulen
ca. 3-4  Liter Wasser
4 Karotten, geschält
1 Haut der Zwiebel
1 EL Vegeta
5 Pfefferkörner
4 Blatt Maggiekraut

1 Pkg. Mie-Nudeln
6 Pilzköpfe (ich habe Champion verwendet)
2 Stk. Lauch oder Frühlingszwiebel
2 Handvoll Babykarotten oder 2 Stk. große
1 Handvoll Petersilie

Die Hühnerkeulen und Karotten in einen großen Topf (Fassungsvermögen ca. 3 Liter) geben und mit Wasser bedecken. Zwiebelhaut, Vegeta, Pfefferkörner, Maggikraut und etwas Salz beimengen einmal aufkochen lassen und dann die Hitze so reduzieren, sodass es nur leicht köchelt, wer möchte kann den Deckel drauf geben. Ich nehmen den obrigen Schaum der beim Aufkochen entsteht immer mit einer Suppenkelle ab, damit die Suppe eine klare Farbe bekommt und nicht trüb wird. Das Ganze circa 3 Stunden dahinköcheln lassen.

Hühnerkeuhlen herausnehmen und die restliche Suppe absieben in einen sauberen Topf. Nachsalzen und Abschmecken nicht vergessen! Bevor man das Fleisch der Hühnerkeule ablöst kann man bereits die Mie-Nudeln nach Anweisung aufbereiten. Karotten waschen, eventuell schälen und in kleine Scheiben schneiden. Die restlichen Zutaten, Champion, Lauch oder Frühlingszwiebel, Petersilie ebenfalls säubern und in kleine Scheiben bzw. fein schneiden und bei Seite stellen. Das abgelöste Fleisch, Pilze, Karotten in die Suppe geben und warm stellen. Die fertigen Mie-Nudeln in eine Suppenschale geben mit Brühe, Hühnerfleisch und dem Gemüse auffüllen. Vor dem Servieren noch mit Petersilie und Lauch garnieren - voilà.

Nachdem ich nun bereits einmal "Mr. Ich esse meine Suppe nicht - ich esse meine Suppe sicher nicht!" quasi ausgetrixt habe ist es mir dieses Mal auch wieder gelungen. Also für alle die keine Suppentiger sind gilt hier die Regelung mehr Nudeln und Fleisch und weniger Suppe! 2:1 für mich

Montag, 21. Mai 2012

two in love: Erdbeer-Rhabarber-Joghurtkuchen

Was passt wohl besser zusammen als zwei von der gleichen Farbe, die auch jetzt grad Saison haben? Von meiner lieben Nachbarin hatte ich noch immer ein paar Stangen Rhabarber zu Haus, die haben wahrscheinlich weil’s mit viel Liebe aufgezogen worden sind, so lange ausgehalten bis die ersten Erdbeerfelder geöffnet haben. Schon komisch manche Dinge will man nicht im Supermarkt kaufen, für mich zählen Erdbeeren dazu. Irgendwie kennt man Erdbeeren vom Erdbeerfeld, wo man als Kind im Sommer knien herumspaziert sind und so viele Erdbeeren esse konnte bis einem schlecht wurde. Als Belohnung, nicht für das Hineinstopfen unzähliger Erdbeeren, sondern für das brave Sammeln gab’s dann Erdbeerkuchen, Erdbeermilch oder Erdbeerjoghurt. Ich bin noch immer kein richtigen Torten oder Mehlspeisfan, aber ich hoffe doch eine gute Gastgeberin. Einen Teil des Rhabarbers der noch zu Hause war hab ich gemeinsam mit den ersten Erdbeeren vom Feld in einen süßen Abschluss umgewandelt. Am Wochenende gab’s also für meine lieben Gäste einen Erdbeer-Rhabarber-Joghurtkuchen.







Zutaten für 12 Stücke (1 Springform Durchmesser 26 cm):
100 g Erdbeeren
300 g Rhabarber
175 g weiche Butter
1 Pkg. Vanillezucker
175 g Rohrzucker + 1 EL
3 Eier
275 g Vollkorndinkelmehl
½ Pkg. Backpulver
125 g Joghurt
Puderzucker zum Bestäuben
Fett und Mehl für die Form




Zubereitung des Erdbeer-Rhabarber-Joghurtkuchen: 
Die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren oder eventuell vierteln. Rhabarber waschen, putzen und ebenfalls klein würfelig schneiden. Backofen vorheizen auf 150° Grad Heißluft. Butter, Vanillezucker und 175 g Zucker mit dem Handmixer cremig rühren. Eier einzeln unterrühren. Mehl und Backpulver vermengen und abwechseln mit dem Joghurt zur Masse unterrühren. Die hälfte des Teiges in die gefettete und bemehlte Springform füllen. Die Früchte mit dem EL Zucker vermengen und circa die Hälfte auf die Masse in der Springform geben, den restlichen Teig darauf geben. Übrige Früchte auf dem Kuchen noch verteilen und ins Backrohr für circa 50 Minuten backen. Mit Hilfe der Stäbchenprobe feststellen, ob der Kuchen bereits fertig ist. Wenn am Holzstäbchen noch Teig kleben bleibt, sollte der Kuchen noch im Backrohr bleiben. Sobald kein Teig mehr haften bleibt, Kuchen aus dem Rohr nehmen, vom Springformrand lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestäuben.



Ich hab nur eine kleine Springform, die man um Backen für oder mit Kinder verwendet, deshalb hab ich nur die Hälfte der oben beschriebenen Masse genommen. Am nächsten Tag ist der Kuchen sogar noch saftiger, als ein guter Kuchen zum Vorbacken für den nächsten oder übernächsten Tag.

Freitag, 18. Mai 2012

wer hätte das gedacht: Foccacia mit Bärlauchpesto, Tomaten, Paprika und Mozzarella

Von peinlichen Pannen beim Kochen, Backen bleibt keiner verschont, so geschah’s bei mir auch mit der Foccacia. Beim ersten Versuch einer schönen weichen, flaumigen Foccacia, hab ich den Teig eindeutig zu dünn ausrollt, wobei im Rezept ausdrücklich stand nur auseinander ziehen, tja, da wollte wohl wieder jemand was einfach zu Nichte walzen. Womöglich war ich einfach nur so inspiriert von der Gartenarbeit von meiner Schwägerin. Stell sich das mal einer vor, Herr und Frau Schwägerin haben sich ein Pool geleistet dazu eine schön angelegte Liegefläche aus farblich abgestimmten beigen Steinen, einer wunderschönen Schneckendusche und ein paar neuen Ligustersträuchern. Beim Ausbaggern hat der Bagger die Wiese verwüstet und meine Schwägerin, ja meine liebe Frau Schwägerin hat den kompletten Garten wieder auf Fordermann gebracht, wow, ja, Erdhaufen wegschaufeln, neue Liguster pflanzen, alles neu begrünen und mit einer großen Walze hin und herfahren, damit alles wieder schön grade wird, irgendwie inspirierend ihre Walzarbeit zumindest für mich und meine angebliche weiche, fluffige Foccacia.




Zutaten für 4 Personen:
400 g Dinkelvollkornmehl
250 ml lauwarmes Wasser
15 g frische Hefe
2 Kugeln Mozzarella
Bärlauchpesto
1/2 gelbe Paprika
2 kleine Cocktailtomaten
½ TL Zucker
Thymian, Salz, Pfeffer



Zubereitung der Foccacia für circa 4 Personen:
Die Hefe in lauwarmem Wasser auflösen, einen halben Teelöffel Zucker dazugeben und kurz stehen lassen, bis sich Bläschen bilden. Danach mit Mehl und einem halben Teelöffel Salz zu einem Teig verkneten und diesen zugedeckt mindestens eine Stunde an einem warmen Ort stehen lassen, bis er seine Größe verdoppelt hat. Den Teig hab ich geviertelt und jeweils 2 Stücke auf ein Backpapier geben mit einem Nudelholz dünn ausgerollt. Auf den Teig Bärlauchpesto draufstreichen, mit Tomaten, Paprika, Mozzarrella belegen und mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Backrohr circa 6-8 Minuten backen.